Breeze greift direkt auf eure bestehenden CRM-Daten zu. Agentforce setzt die Salesforce Data Cloud voraus, in der eure Daten vorher konsolidiert vorliegen müssen. Der MCP Server ist die Schnittstelle, über die KI-Agenten von außen auf euer CRM zugreifen. Am Ende entscheidet nicht die Technologie allein, sondern euer Datenreifegrad. Und beide Modelle folgen einer unterschiedlichen Kostenlogik.
Youtube Video: Breeze vs. Agentforce
Bisher war ein CRM ein System, in dem Menschen klicken, Daten pflegen und Aufgaben anlegen. Agentische KI dreht dieses Prinzip um: KI-Agenten arbeiten von außen auf dem CRM, lesen Daten, verändern sie, legen Aufgaben an und erstellen Angebote, ohne dass zwingend ein Mensch im System selbst unterwegs ist. Für eure CRM-Entscheidung heißt das: Es geht nicht mehr nur darum, welche KI-Funktionen eine Plattform mitbringt. Es geht darum, wie offen die zugrunde liegende Architektur für genau diese Art von Zugriff von außen ist. Genau das unterscheidet Breeze und Agentforce grundlegend.
Breeze besteht aus drei Bausteinen: dem Breeze Assistant als Copilot innerhalb der Plattform, den Agents, die eigenständig Aufgaben übernehmen, und dem Studio zum Bauen eigener Agents. Agentforce bringt vier Bausteine mit: Atlas als Logikschicht, den Einstein Trust Layer für Governance-Fragen, die Agents selbst und das Agentforce Studio als Baukasten.
Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Funktionsumfang, sondern in der Architektur darunter: Breeze ist direkt ins CRM verbaut und greift unmittelbar auf eure Daten zu. Agentforce zieht seine Daten über die Data Cloud, wo sie vorher in konsolidierter Qualität zusammengeführt sein müssen.
Ein MCP Server (Model Context Protocol) ist die Schnittstelle, über die externe KI-Agenten technisch an ein CRM-System andocken. Für eure Plattformwahl hat das eine direkte Konsequenz: HubSpot war der erste große CRM-Anbieter mit einem marktreifen MCP Server. Salesforce hat im April 2026 mit Headless 360 nachgezogen, ein Ansatz, mit dem Agenten jede einzelne Funktion der Salesforce-Oberfläche von außen steuern können, technisch der weitreichendste Ansatz am Markt, aber in weiten Teilen noch in der Beta-Phase.
Mehr Details erklären wir im MCP-Video von Mirco und Joschka: HubSpot MCP Server – ein echter Game Changer!
So spannend die Architekturfrage ist: Die meisten Unternehmen stehen operativ noch am Anfang.
Agentforce passt, wenn:
ihr ein Konzern ab etwa 5.000 Mitarbeitenden seid und Salesforce bereits über mehrere Clouds im Einsatz habt
eure Data Cloud schon zentraler Bestandteil eurer Infrastruktur ist, in guter Datenqualität
ihr Servicefälle mit sehr hohen Ticketvolumina im Tagesgeschäft löst
ihr ein eigenes Data- und KI-Team habt, das diese Möglichkeiten auch produktiv nutzt
In diesen Fällen ist Salesforce nicht nur eine Option, sondern die richtige Wahl.
Breeze passt, wenn:
eure Daten bereits konsolidiert im CRM liegen
Time-to-Value für euch in Tagen statt Monaten zählt
ihr kein eigenes Technikteam für aufwendige Anbindungen habt
Adoption im Team ein entscheidendes Thema ist
Kostentransparenz ein wichtiges Entscheidungskriterium für euch ist
Joschkas Einschätzung: Stand heute gewinnt Breeze diesen Vergleich deutlich, weil auf den Ebenen technischer Reifegrad, Datenqualität und Komplexität der Organisation für die meisten Unternehmen deutlich weniger Reibung entsteht.
Bei HubSpot ist der Breeze Assistant ab der Professional-Version im Lizenzpreis enthalten, ebenso alle GPT-Funktionen innerhalb der Plattform. Kosten entstehen erst, sobald ihr Agents einsetzt oder Datenanreicherung nutzt, dann verbrauchsbasiert über Credits. Der Vorteil: Ausgaben lassen sich direkt gegen einen Return on Invest rechnen, etwa wenn ein Agent ein Ticket löst.
Bei Agentforce kommen mehrere Bausteine zusammen: die Data Cloud, Sales Cloud und/oder Service Cloud, das Agentforce-Modul und einzelne Einstein-Bausteine. In Summe ergibt das ein umfangreiches Vertragspaket, dessen Preistransparenz im Markt aktuell diskutiert wird.
Die entscheidende Frage ist nicht, welches System technologisch weiter ist. Die entscheidende Frage ist, wo euer Unternehmen heute steht und welche der beiden Architekturen ihr produktiv nutzen könnt.
Ihr wollt herausfinden, welche Architektur zu eurem Unternehmen passt? Wir beraten euch gern, unverbindlich und ehrlich.